Über'n Tellerrand zu schauen, kann auch was leckeres sein!
Im September 2004 ging es nach Spanien - in die Estremadura zu einigen Herstellern der Iberico Schinken.
Im Februar 2008 besuchte ich für eine Woche Massimo Spigarolli, Master of Culatello di Zibello tradtionale
und bei nächster Gelegenheit ... die Schweiz!
Es ist einfach erstaunlich, wie manch ein Spanier -so wie auch Meister Spigarolli in bella Itallia- eisern an den von Generationen aufgebauten, regionalen Erfahrungssätzen festhält. Wie in Spanien die Häuser der Jamonerien zum Wetter ausgerichtet sind, wie der Italiener in dem Kellergewölbe seiner alten Zollburg nur die nebelige Nachtluft der Poebene an seinen Culatellos arbeiten lässt. Zeit wird nicht gespart, Zeit wird investiert. Es wird alles daran gesetzt, dem Schinken ein möglichst langsames Austrocknen und damit eine möglichst lange Reife zu schenken.
Das Spanische oder Italienische nun aber kopieren? Wozu! Man hat ja ganz unterschiedliche Klimabedingungen ... Jedoch ... so ein Reisen hilft bei der Selbstfindung. Bei solchen Eindrücken stärkt sich um so mehr das Interesse, eigene kulturelle Wurzeln zu erforschen und im Herstellen bis ins Maximale auszuleben.

